Gedanken zur Beziehung
   zwischen menschlichen und
   nichtmenschlichen Tieren

   Bachelorthesis von
   Caroline Blana und
   Martin Deffner (2009)

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FAQ bei Keiner Fliege












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Bestimmte Bereiche unserer Wirtschaft – insbesondere die Ernährungs-
industrie – funktionieren auf der Basis akzeptierter Ausbeutung.
Die Tiernutzung durch den Menschen verursacht zwangsläufig Leid, ist aber in keinem Sinne notwendig und deshalb ethisch nicht einwandfrei.

Unser Verhältnis zu anderen Tieren ist gespalten: Wir kennen Haustiere und Fleischlieferanten, Nutztiere und Schädlinge. Die Kriterien jedoch, die wir für diese Unterscheidungen heranziehen, sind willkürlich und
kulturell bedingt.




Was ist das für ein Gesetz, welches das Zufügen von Qualen und Tod unter Strafe stellt, das aber dann nicht gilt, wenn der Täter einen Vorteil aus der Tat ziehen kann oder ein gewisses Maß an Genuss dabei empfindet?

Ist es aus ethischer Sicht annehmbar, empfindsame Lebewesen aus-
schließlich als Ressource zu benutzen für Zwecke, deren Notwendigkeit nicht gegeben ist?

Kann allein der Unterschied, den die Zugehörigkeit zu einer anderen Spezies ausmacht, als Rechtfertigung für totale Ausbeutung dienen?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich immer mehr Menschen und versuchen, die gewonnen Erkenntnisse auf ihr tägliches Leben an-
zuwenden. Sie weigern sich, gesellschaftliche Konventionen zu akzep-
tieren, die auf einer Auffassung beruhen, nach der es ein extremer Schritt ist, einen gewaltfreien, vom Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit geprägten Lebensstil zu wählen. Das stellt alles in Frage, was Tradition, Ernährungslehre und der Sinn für natürliche Ordnung gebieten. Die bewusste Vermeidung von Produkten, für deren Herstellung Menschen oder Tiere unter inakzeptablen Umständen eingesetzt, misshandelt oder getötet wurden, ist die logische Konsequenz.

Die Beeinflussung der Nachfrage ist wohl das wirksamste Mittel, auf bestehende wirtschaftliche Prozesse einzuwirken. Obwohl in den letzten Jahrzehnten bei Bevölkerung, Agrarindustrie und Politik ein stärkeres Bewusstsein für die ethische, ökologische und soziale Problematik der Tierhaltung entstanden ist, wächst die Zahl der Tiere, die einzig und allein zu menschlichen Zwecken am Leben sind.
Weder EU-Öko-Verordnungen noch Tierschutzorganisationen mit Millionenetat können die enorme Nachfrage nach tierischen Produkten eindämmen, dazu sind nur du und ich in der Lage.



Viele Menschen sind sich der Bedingungen, unter denen Tiere in unser-
en Diensten leben, nicht vollständig bewusst und wollen auch weiterhin lieber in Unwissenheit bleiben.
Der Film stellt Fragen, deren Antworten sich der Betrachter selbst er-
schließen soll und die gleichzeitig einen Impuls auslösen, den eigenen Standpunkt zu überdenken.

Das Konzept und der Film entstanden als Abschlussarbeit im Studien-
gang Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz.